Grippezeit: Antibiotika um jeden Preis?

Grippezeit: Antibiotika um jeden Preis?

Mit der beginnenden Erkältungs-Saison beginnt für viele Patienten das alte Leid: der Arzt verschreibt geschwind ein Antibiotikum gegen die herannahende Grippe. Oft hilft es nicht, ein zweites wird drangehängt. Es entstehen Resistenzen, die jährlich über 17.000 Todesopfer fordern. Immer mehr Patienten landen mit sog. Multiresisten Erregern (MRE) im Krankenhaus, dort finden sich immer weniger wirksame Gegenmittel.

 

„Antibiotika werden zu oft, zu ziellos und falsch eingesetzt“ – so das ARD-Magazin plusminus am 23. November 2016.

antibiotika-krankenhauskeime-hygiene

Link zur Plusminus-Mediathek – Beitrag Antibiotika, Krankenhauskeime und Hygiene
http://mediathek.daserste.de/Plusminus/Zu-viel-und-zu-oft-Wer-wirksamere-Anti/Video?bcastId=432744&documentId=39121664

17.500 Euro Mehrkosten für Krankenkassen

Obwohl rund 90 % der Winterinfekte virusbedingt sind, also auf Antibiotika gar nicht reagieren können, werden zwischen 4 und 5 Millionen mal Antibiotika verschrieben. Ist die Infektion erst einmal eingetreten, entstehen für die Behandlung pro Patient ca. 17.500 Euro Mehrkosten für die Krankenkassen. Das macht jährlich rund 525 Millionen Euro.

Laut Prof. Dr. Klaus-Dieter Zastrow verschärft sich das Problem der multiresistenten Keime mit jeder ungezielten Antibiotikatherapie. Und es bringt den Betroffenen großes Leiden mit den Folgeerkrankungen, die häufig chronisch werden. Zastrow fordert in plusminus, auf die gezielte, getestete Therapie von MRE hinzuarbeiten. Dazu gibt es das sog. Antibiogramm. Dies weist nach, wie einzelne Erreger auf verschiedene Antibiotika reagieren. Dass dieser Test vor der Verordnung von Antibiotika bei vielen Hausärzten kaum bis gar nicht eingesetzt wird, hat einen einfachen Grund: sie bekommen den Test nicht von der Krankenkasse bezahlt. Jetzt macht die BKK Nordwest einen sinnvollen Vorstoß: sie erstattet zwei Jahre lang jedem Hausarzt für den Test 10 Euro. Ziel ist es, kein Antibiotikum mehr ohne Test zu verordnen.

 

Die Lösung: Fortbildung des Krankenhauspersonals in Sachen Hygiene

hygieneschulung-online-videokursDie Agentur für Fortbildung im Gesundheitswesen CampusG arbeitet mit Online-Schulungen für Ärzte und klinisches Personal der Eindämmung von Erregern entgegen. „Es ist entscheidend, dass alle Mitarbeiter am Patienten wissen, was zu tun ist,“ sagt Margot Mayer, Inhaberin und Geschäftsführerin von CampusG. Basisschulungen in Klinik und Praxis leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Für nur 39,00 Euro ist das Krankenhauspersonal mit dem Videotraining Hygieneschulung Basic bequem zu schulen.

 

Kontakt:

www.campusg.de

Margot.mayer@videodoc.de